Geschichte des Vereins
Fast 150 Jahre Turnen, Sport und Gemeinschaft in Dabringhausen: von 27 Gründern im Jahr 1878 zu einem Verein mit rund 1.000 Mitgliedern und acht Abteilungen.
Die frühen Jahre: 1878–1928
Die Gründung des Vereins
In der ersten Urkunde des Vereins heißt es wörtlich: „Seitens einiger junger Leute Dabringhausens war mittels Zirkular vom 20. Mai und durch Annonce im Allgemeinen zu einer Versammlung eingeladen worden. Es fanden sich 27 Leute, die nach längerer Beratung einstimmig die Gründung eines ‚Dabringhauser Turnvereins‘ beschlossen.“ Aus ihrer Mitte wurden Vorsitzender, Turnwart, Schriftwart, Kassenwart und Zeugwart gewählt und die ersten Vereinsstatuten beschlossen. Schon im ersten Jahr wurde die Vereinsfahne geweiht. Auf Veranlassung der Gründer baute der Gastwirt Sichelschmidt einen Saal, in dem der Verein bis in die 1890er Jahre seinen Turnbetrieb pflegte.
Die 27 Gründungsmitglieder (aus dem Festheft von 1904)
- Reinh. Teckenberg, Dabringhausen
- Hugo Schmitz, Dabringhausen
- Heinrich Teckenberg, Dabringhausen
- Ernst Blasberg, Dabringhausen
- Otto Blasberg, Dabringhausen
- August Blasberg, Dabringhausen
- Hugo Blasberg, Dabringhausen
- Hermann Rockenberg, Dabringhausen
- Gustav Haußels, Arnshäuschen
- Eduard Kampmann, Dabringhausen
- August Schmitz, Dabringhausen
- Herman Blasberg, Dabringhausen
- Hermann Schmitz, Dabringhausen
- Ernst Sichelschmidt, Dabringhausen
- August Schüller, Dabringhausen
- Wilhelm Schmitz, Dabringhausen
- Richard vom Feld, Dabringhausen
- Heinrich Kiel, Dabringhausen
- Wilhelm Schmitz, Höferhof
- Richard Mebus, Burscheid
- Richard Tillmann, Luchtenberg
- Hermann Löhmer, Luchtenberg
- Robert Kockel, Luchtenberg
- Hermann Schüller, Dabringhausen
- Emil Bäumer, Lüdorf
- Friedrich Spieker, Dabringhausen
- August Luchtenberg, Höferhof
Erstes Gauturnfest in Dabringhausen
Erstmals findet ein „Gauturnfest“ in Dabringhausen statt, und viele neue Mitglieder treten dem Verein bei. Seit diesem Jahr findet für viele Jahre am 2. Pfingsttag das Turnfest statt.
Gauturnfest mit 750 Wettkämpfern
Auf der Wiese gegenüber der alten Sparkasse findet ein weiteres „Gauturnfest“ statt. Schon 750 Wettkämpfer nehmen teil, und eine Koblenzer Pionierkapelle spielt zum Fest auf.
Gründung der ersten Damenriege
Die erste Damenriege im Verein wird gegründet. Aber auch das gesellige Leben kommt nicht zu kurz: Oft wird Theater gespielt, und die monatlichen Spieleabende werden gern besucht.
Erster Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg bringt das Vereinsleben zwischenzeitlich zum Erliegen. Eine Ehrentafel aus dem Jahr 1922 verewigt die Namen derer, die ihr Leben verloren haben. Nach Kriegsschluss finden sich sechs verbliebene Turnbrüder unter Leitung von Otto Fritz zusammen und beginnen, den alten Turngeist trotz Beschlagnahme des Saales und der Geräte fortzuführen.
Erste Fußballriege
Es wird eine Fußballriege gegründet, aus der später die Handball-Abteilung hervorgeht.
Eintragung ins Vereinsregister
Unter dem Namen „Dabringhauser Turnverein 1878“ wird der Verein mit der Nummer 33 in das Vereinsregister des Amtsgerichts in Wermelskirchen eingetragen.
Erwerb des Platzes am Asterweg
Nachdem der vor dem Krieg durch die Gemeinde bereitgestellte Platz im abgelegenen Schürholz verlorenging, gelingt es dem damaligen Turnbruder und Verwaltungsinspektor Josef Biesenbach, den Platz am Asterweg zu sichern.
Gründung der Handball-Abteilung
Die Handballabteilung wird gegründet und nimmt ihren Spielbetrieb im „Gau“ auf.
Goldenes Vereinsjubiläum
Auf dem Sportplatz Asterweg findet das „goldene Vereinsjubiläum“ statt – verbunden mit einem großen Turnfest des Bergischen Turngaues in einem großen Festzelt. Im November wird der Verein mit der feierlichen Überreichung der Adler-Plakette durch Landrat Dr. Beckhaus für seine Verdienste um die Jugendpflege öffentlich anerkannt.
Die Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum von 1928
Im Jahr 1928 feierte der Dabringhauser Turnverein 1878 e. V. sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erschien eine Festschrift, die das damalige Vereinsleben, die Geschichte des Turnens im Bergischen Land und die Werte des deutschen Turnwesens dokumentiert.
Die Originaltexte wurden in Frakturschrift gedruckt – einer traditionellen deutschen Buchdruckschrift, die heute nur noch wenigen geläufig ist. Damit diese besonderen Zeugnisse unserer Vereinsgeschichte auch für heutige Leser verständlich bleiben, wurden sie transkribiert.
Die Seiten geben einen einzigartigen Einblick in das Selbstverständnis, die Ideale und die Festkultur des Vereins – in einer Sprache, die uns auch heute noch viel über Gemeinschaft, Heimat und Engagement sagt.
Hinweis: Bei der Transkription wurde auf Lesbarkeit geachtet, jedoch blieben Stil, Rechtschreibung und Satzbau möglichst nah am Original.
Festschrift 1928 herunterladen Der vollständige Scan des Originals inkl. Transkription.
Vorsitzende & Ehrenvorsitzende
- 1878Hermann Blasberg
- 1910Otto Fritz
- 1912Max Siebold
- 1925Josef Biesenbach
- 1933Gustav Siebold
- 1934Willi Siebold
- 1947Fritz Hubrich
- 1954Willi vom Feld
- 1961Rudi Czerny
- 1973Werner Tönnes
- 1978Hans Block
- 1979Wolfgang „Utz“ Steuper
- 2004Andreas Gall
- 2021Christoph Leyhausen
- 1912Otto Fritz
- 1947Willi Siebold
- 1961Willi vom Feld
- 1973Rudi Czerny
- 2004Wolfgang „Utz“ Steuper
- 2021Andreas Gall